Heute will ich mal kurz was zu sogenannten Calling Stations schreiben. Ein schöner Begriff, wenn es auch manchmal etwas frustrierend sein kann, gegen diese Poker zu spielen. Sie werden so genannt, weil sie meistens callen und selten Raisen oder folden.
Überlegt man sich nun eine Pokerstrategie, geht es darum (wie eigentlich immer beim Pokern), sie dazu zu bringen, das Maximum an Geld zu setzen. In dieser Rolle sind Sie Passiv-loose Spieler, können für einen erfahrenen Spieler aber eine gute Profitquelle darstellen.
Ein großes Problem hinter dieser Spielweise ist die Tatsache, dass Hände gecallt werden, die eigentlich gefoldet werden müssten. Als eigener Spieler passt man sich leicht dieser Spielweise an und versucht recht aggressiv mit vielen Händen zu spielen und zu Bluffen. Genau dies führt dazu, dass die eigentliche Schwäche der Calling Stations in Stärke umgewandelt wird, denn sie lassen sich durch Bluffen im Gegensatz zu anderen Spielern weniger zum Folden bringen.
Mit einer guten Hand sollte man auf jeden Fall (meiner Meinung nach) betten und keine Check-Raises usw. versuchen, eine Calling Station wird sich darauf sowieso nicht einlassen. Man sollte immer bedenken, dass der eigene Profit dadurch entsteht, dass diese Spieler auch in hinteren Positionen callen und es in vorderen Positionen meistens nicht schaffen, den Gegner dazu zu bringen, Geld für den Draw zu zahlen.