Dies ist ein Konzept, welches sich einzig auf No-Limit Turniere anwenden lässt und ist ausführlich in Dan Harrington’s neuestem Buch Expert Strategy for No-Limit Tournaments, Volume II erklärt.
Das Zonen System legt die jeweilige Strategie fest, nach welcher man während eines Turniers spielen sollte. Die zu verfolgende Strategie wird von einer Variablen namens „M“ bestimmt; je nachdem wie sich „M“ verändert, sollte man das Spiel entsprechend anpassen.„M“ ist die Anzahl der eigenen Chips geteilt durch die Summe der „Blinds“ und „Antes“ und gibt an, wie viele Runden man mit den derzeitigen Chips noch spielen kann.
Hier ein mögliches Beispiel um die Variable „M“ zu ermitteln: Sie spielen in einem „Multi-table“ Turnier und haben $6,000 in Chips vor sich. Die „Blinds“ sind gerade $100/$200 mit „Antes“ von jedem Spieler von $25. 10 Spieler sind am Tisch. $100+$200+$250 (10x $25 Antes von jedem Spieler) = $550. „M“ ist somit etwas weniger als 11 ($6,000/$550), dass heißt dass sie im Moment Chips für etwa 11 Runden, also 110 Blätter, haben.
Dabei ist die Variable „M“ in fünf verschieden möglichen Zonen unterteilt.
Die Zugehörigkeit zu einer jeweiligen Zone, hängt davon ab, wie viele Runden man mit seinen Chips im Turnier noch bestreiten kann. Die erste und auch beste Zone ist die „grüne Zone“. Man gehört dieser Zone an, solange man genug Chips besitzt um noch mehr als zwanzig Runden spielen zu können. Sind Sie im grünen Bereich, so spielen Sie verschiedene Stile und wenden alle möglichen Taktiken mit vernünftigem Risikoanteil an .
Die zweite Zone ist die „gelbe Zone“. Man gehört ihr an, solange man Chips für zehn bis zwanzig weitere Runden besitzt. Verzichten Sie auf konservatives Spielen. Lassen Sie die Finger von kleinen Paaren.
Die dritte Zone ist die „orange Zone“. Man gehört ihr an, solange man Chips für sechs bis zehn Runden besitzt. Spielen Sie keine komplexen Taktiken mehr. Wenn jemand schon erhöht haben sollte, so erhöhen Sie auf keinen Fall, es sei denn, Sie haben sehr gute Karten auf der Hand,.
Die vierte Zone ist die „rote Zone“. Man gehört ihr an wenn man Chips für eine bis fünf Runden besitzt. Sie sollten nur „All-in“ gehen, um Potts und „Blinds“ zu fischen, welche keine Risiken für Sie haben. Wenn ihr „M“ kleiner als drei ist, so ist ein „All-in“ unumgänglich mit jeglichen Karten, außer den schlechtesten wie 7 und 2 oder 2 und 3.
Die letzte und schlechteste Zone ist die „tote Zone“. Man gehört ihr an, insofern man noch Chips für eine allerletzte Runde im Turnier besitzt. In dieser Zone müssen Sie die Wertigkeit ihrer Karten außer Acht lassen und alles Riskieren um eine Chance zu haben im Turnier zu bleiben. Gehen Sie „All-in“ bevor die „Blinds“ bei Ihnen ankommen ungeachtet der Wertigkeit Ihrer Karten.