Meine Gedanken zu Top-Pairs in NL Holdem


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Head of Confusion

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Eingetragen: 12.09.2006 11:32:49

In NL Holdem sind Top-Pairs medium-starke Hände, wenn es auf das Finale zugeht. Trotzdem sind sie gerade in NL oft die besten Hände, d.h. man muss während des Spiel den Spagat zwischen „Schützen der Hand“ und „Vermeidung von Gefahr“ schaffen, was oft nicht einfach ist. Es gibt ein paar Faktoren, die man in diesem Zusammenhang bedenken sollte:

Kicker
Oft macht der Kicker den Unterschied aus, ich calle bspw. fast nur, wenn ich einen der zwei Top-Kicker habe. Außerdem hat man damit gegen 2 Pairs noch die Chance auf wenige Outs, um selbst 2 Pairs zu bekommen und zu gewinnen.

Das Board
Flopt man ein Top-Pair in einem Board wie Qh9c3s, ist das ein gewaltiger Unterschied zu einem Board wie QhJdTh. Im zweiten Fall hat man folgendes Dilemma: Wettet man einen kleinen Betrag, um sich selbst vor der Straight zu schützen, wird der Turn billig für die Gegner. Wettet man einen hohen Betrag, um die Draws aus dem Spiel zu kicken, wird man bei einem gegnerischen Call dominiert.
Heißt also, in einem solchen Fall sehr vorsichtig sein und im zweifelsfall auch mal mit der evtl. besten Hand folden.

Die Position
Dazu habe ich schon einiges geschrieben, es gehört zur Vollständigkeit aber auch hier hin. Ist man in einer frühen Position, wird jedes vorsichtige Spiel als „Ich habe nichts“ gedeutet. Will man aus dieser Position das Spiel machen, muss man zwangsweise aggressiv spielen und läuft damit Gegnern mit besseren Karten ins offene Messer.
In einer späten Position kann man sich gerade mit Top-Pairs oft günstige Karten erkaufen, dies sollte man nicht außer Acht lassen.

Flush draw
Ein sehr interessante Situation, die oft auch sehr profitabel ist. Sie haben Kh4h und der Flop kommt mit Kc7h2h. Gegen AQ hat man bspw. 11-12 Outs (je nachdem, ob das A ein Herz ist), gegen Q und 6 haben Sie 9 Outs, gegen Q und 2 haben Sie 12 Outs und gegen 7 und 2 haben Sie 14 Outs, also insgesamt sehr hohe Wahrscheinlichkeiten.

Wetten mit Überlegung
Hat man ein Top-Pair sollte man sich beim Wetten auf jeden Fall folgendes überlegen:
1. Top-Pair ist eine sehr verwundbare Hand, d.h. ich muss versuchen, das Spiel früh zu gewinnen
2. Früh und billig herauszufinden, wo ich stehe
Sie werden erkannt haben, dass dies zwei völlig unterschiedliche Ansätze sind und oft nur einer in Frage kommt. Wenn dies der Fall ist, tendiere ich zum Zweiten, um Geld zu sparen. Man kann aber auch einen Mittelweg finden, wenn der Gegner z.B. einen mittleren/kleinen Stack hat.

Spiel im River
Man muss sich im Klaren darüber sien, dass man mit Top-Pair nicht unbedingt eine Winning Hand Hand, von daher die Empfehlung, im River eher konservativ zu spielen. Vor allem, wenn vorher schon Raises kamen, muss man davon ausgehen, dass mindestens ein Gegner einen Draw hat, mit dem ein Top Pair geschlagen werden kann oder schon eine Hand hat, die besser ist. D.h. wenn Sie betten und der Gegner kommt mit Check-Raise, bleibt meist keine andere Möglichkeit, als zu folden.
Auf der anderen Seite ist ein Check eine klare Message an die Gegner: Falls du eine gute Hand hast, wette besser, weil ich keinen Check-Raise mitmache.  Sie übernehmen durch die Late Position wieder die Aktion und können bspw. Einen Bluff ansetzen.

Dies sind ein paar grundlegende Tips, man sollte immer bedenken, dass wahrscheinlich in 80% aller Fälle ein Top-Pair gewinnt, die restlichen 20% aber viel Geld kosten.

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Sibic
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Eingetragen: 16.09.2006 20:53:48
Ich finde den Artikel für Einsteiger sehr gut, jedoch sollte man am River eines nicht vergessen.

Sowohl in SNG's, als auch im NL Cash Game, gibt es immer wieder Spieler die sich mit Pocket pairs (77, 44, 99) bis zum River durchcallen, egal wie viel man setzt. Sehr oft werden diese Pockets bei einem Treffer am Turn ebenfalls langsam gespielt, da man den Gegner am River mehr Geld/Chips aus der Tasche ziehen kann.

Es ist nicht leicht zu sehen, wenn jemand einen Drilling getroffen hat.
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