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Poker Homegame


Wenn man ein eigenes Pokerturnier zu Hause mit ein paar Freunden veranstalten will oder auch Gastgeber einer privaten Cashgame Homerunde ist, sollte man ein paar Dinge beachten. Auf der einen Seite braucht man gewisse Materialien, wie Chips, Karten, etc. auf die ich später eingehe, aber auf der anderen Seite braucht man vor allem auch Regeln, die das Buy-In beim Cashgame betreffen, die Preisverteilung beim Turnier und vieles mehr. Über solche Dinge sollte man sich vorher Gedanken machen, und die Mitspieler auch dementsprechend informieren. Die Mitspieler sind ein weiterer wichtiger Punkt, denn wie heißt es so schön bei Geld hört die Freundschaft auf. Daher sollte man nur mit Leuten spielen, die man gut kennt und denen man vertraut, um Streitigkeiten schon im Keim zu ersticken.

Im ersten Teil will ich mich auf das Material konzentrieren. Als Erstes braucht man natürlich Karten. Hierbei müssen es nicht die teuersten der teuren sein, die frisch von der WSOP aus Las Vegas kommen, allerdings machen sich Plastikkarten immer besser als Papierkarten, da sie robuster sind und weniger Gebrauchsspuren aufweisen. Zusätzlich sollte man immer 2 Decks haben von verschiedenen Farben auf der Rückseite, damit man sie auseinander halten kann. Der nächste wichtige Punkt sind die Chips. Oftmals bietet sich hier ein ganzes Chipset in Kofferform an. Hauptsache ist jedoch, dass genug Chips vorhanden sind und dass die Werte der einzelnen Chips passen. So bringt es nichts 100 Chips zu besitzen, die einen Wert von 10.000 aufgedruckt haben, wenn man mit Blinds von 5/10 spielt. Der Untergrund auf dem man spielt ist ein weiterer Aspekt, der nicht ignoriert werden sollte. Auch hier muss es nicht der neuste High-End Pokertisch für mehrere Hundert Euro sein, aber eine Auflage für den Tisch, die einem das Spiel vereinfacht sollte schon im Repertoire sein. Was nun folgt sind Extras, die nicht unbedingt nötig sind, den Spielfluss aber trotzdem teilweise sehr verbessern. Buttons, sowohl für den Dealer, als auch für den Small und Big Blind, sind hierbei zu nennen. Oftmals findet man solche auch in den Koffern, der Chipsets. Auch eine Shuffle Maschine, kann das Spieltempo etwas erhöhen, und erstickt alle möglichen Betrugsversuche direkt im Keim. Betrugsversuche sind ein weiteres Thema, das vor dem Spiel ausführlich behandelt werden sollte, denn nichts ist schlimmer als einen langjährigen Freund plötzlich beim Schummeln zu erwischen. Sowohl der Betrug an sich als auch schon der Versuch sollten deshalb zum Ausschluss führen und aller Spieler sollten das ganze Spiel über ihre Augen offen halten.

Nachdem wir nun wissen was wir alles an Material brauchen um eine Homegame Runde zu veranstalten, müssen wir jetzt noch auf die speziellen Regeln und andere Besonderheiten eingehen. Zunächst sollte der Zeitrahmen bestimmt werden. Zumindest die Startzeit sollte dabei fix sein, während man das Spiel, falls es gut läuft und im Einverständnis aller, natürlich noch verlängern kann, wenn man möchte. Das heißt auch, dass man sich nach der Mehrheit richten sollte. Es macht keinen wirklichen Sinn die Runde schon um 20 Uhr zu starten, wenn 6 von 8 Mitspielern erst um 21 Uhr kommen können. Auf der anderen Seite sollte auch jeder informiert sein, falls man früher Schluss machen muss oder will. Dies sorgt für einen guten Zeitplan und jeder weiß von wann bis wann welcher Spieler mitspielt. Wie bereits im ersten Eintrag erwähnt, sollte man sich auf eine Summe für das Buy-In einigen, zum Beispiel 10€, wenn man mit 5/10 Cent Blinds spielt. Zusätzlich sollte es Regularien geben, die ein mögliches wieder einkaufen regeln, wenn man keine Chips mehr hat. Allgemein sollte immer nur mit Chips am Tisch gesetzt werden, und das Geld sollte vorher umgetauscht werden.

Auch für das Spiel an sich sollte es Regeln geben, die jeder Teilnehmer kennt. Dies gilt sowohl in Bezug auf Sachen wie Burncards, also Karten, die zwischen den Streets „verbrannt“ werden, also weggelegt werden und nicht zählen, um das Betrügen zu erschweren, als auch in Bezug auf Limits beim Setzen oder Raisen. All das sollte vorher klar sein, da es in der Hitze des Gefechts oft vorkommt, dass beide Spieler, die in den Vorfall involviert sind, ihren Standpunkt, ob richtig oder nicht bis zum bitteren Ende verteidigen. Hier ist es hilfreich, wenn die Mitspieler am Tisch wissen, wie die Regel lautet, und so schlichtend eingreifen können. Nun kommen wir zu einem weiteren Punkt, der möglichst vor dem Spiel geklärt sein sollte, die Verpflegung. Trifft man sich wöchentlich jedes Mal beim selben Spieler, kann es teuer werden für denjenigen, wenn er grundsätzlich Essen und Getränke bereitstellt. Daher sollte jeder Spieler etwas mitbringen, oder das Spiel findet nach einem Rotationsprinzip jedes Mal bei einem anderen Teilnehmer statt. Auf jeden Fall sollte nicht ein Einzelner ganz alleine auf den Kosten sitzen bleiben. Schließlich möchte man nette Spieler haben, die sich benehmen können, wenn sie gewinnen und wenn sie verlieren. Das heißt konkret, dass keine Karten geschmissen oder andere Sachen zerstört werden, wenn sie einen größeren Pot verlieren. Und zu guter Letzt sollte das Spiel für einen selbst schlagbar sein, das heißt man sollte nicht jede Woche sich von den gleichen 8 Profispielern ausnehmen lassen.

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