HORSE Poker
Es gibt einen Titel, der für die meisten Profis fast genauso wichtig und genauso viel wert ist, wenn nicht sogar mehr, wie der Gewinn des Main Events der World Series of Poker. Die Rede ist vom 50.000$ HORSE Event. Doch warum ist das so? Das Buy-In ist der erste wichtige Faktor, denn er ist so hoch, dass wirklich nur die Besten der Besten das Geld aufbringen und sich nur ganz selten mal ein Amateur in das mit Profis gespickte Teilnehmerfeld verirrt. Dadurch gilt es als ultimativer Wettkampf zwischen den Pros. Das zweite Argument ist wahrscheinlich noch wichtiger und gewichtiger. Im Gegensatz zu einem normalen Holdem Event, muss man beim HORSE 5 Varianten beherrschen, es prüft sozusagen die Vielseitigkeit der Profis. Reine Holdem Experten haben hier keine Chance. Doch woraus besteht HORSE denn nun eigentlich und was macht es so besonders?
Grundsätzlich werden alle 5 Varianten als Limit Varianten gespielt, das heißt es gibt kein No Limit oder Pot Limit, wo man mit einer glücklichen Hand das Turnier gewinnen kann. Stattdessen muss man sich langsam durch gutes Spiel hochgrinden. Nun aber zu den einzelnen Varianten. Beim Namen HORSE steht jeder Buchstabe für eine Variante. Das H steht für Holdem (Limit), das O für Omaha Hi Low, das R symbolisiert die Variante des Razz, während das S die Variante Stud Hi repräsentiert. Das E schließlich steht für das Spiel Stud Hi Low, wobei das E im Speziellen von dem Zusatz Eight-or-Better abgeleitet wurde. Da es bei den Varianten Texas Holdem und Omaha jeweils einen Dealerbutton und Blinds gibt, während bei den Razz und Stud Varianten mit Ante und Bring-In gearbeitet wird, gibt es besonders Regeln für HORSE. Es gibt 2 Ansätze, die am meisten genutzt werden, zur Bestimmung der Blinds und der Spieldauer jeder einzelnen Disziplin. Beim Cashgame spielt man oft eine bestimmte Anzahl an Runden jede Variante (meistens 1 Runde). Wenn beispielsweise also 8 Spieler am Tisch sitzen, was nebenbei bemerkt auch die maximale Anzahl an einem HORSE Tisch ist, werden 8 Hände Limit Holdem gespielt, 8 Hände Omaha H/L usw. So wird garantiert, dass jeder einmal am Button bzw. in den Blinds sitzt. Die andere Variante sieht ein Spiel nach Zeit vor. Diese Methode wird hauptsächlich bei Turnieren genutzt, da ansonsten zwischen den einzelnen Tischen oft eine Diskrepanz bezüglich der Varianten vorherrschen würde. Um das zu verhindern wird deshalb zum Beispiel jede 10 Minuten die Spielart gewechselt. Der Dealerbutton bleibt während der Stud und Razz Varianten an seinem Platz, da es bei diesen Varianten keine festen Blinds gibt.
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