Pokeretikette
Man sollte sich am Pokertisch an bestimmte Regeln halten und ein vernünftiges Verhalten und Benehmen an den Tag legen, um sowohl Stress mit dem Dealer als auch mit den Gegnern zu vermeiden. Das fängt mit den eigenen Entscheidungen an. Ist man in keiner wirklich kniffligen Situation und muss deshalb wirklich lange überlegen, sollte man das Spiel nicht unnötig aufhalten. Auf der anderen Seite sollte man den Gegner Zeit zum Überlegen geben, und erstmal davon ausgehen, dass sie diese wirklich brauchen. Nur wenn der Spieler wiederholt lange überlegt und eine recht einfache Entscheidung zu fällen hat, sollte man in Extremfällen „Time“ sagen, und dem Spieler so 1 Minute Bedenkzeit geben. Auch Aktionen, wenn man selbst noch nicht dran ist, sind sehr ungern gesehen und verschaffen oft einigen Gegnern einen Vorteil und anderen einen Nachteil. Das gilt für das Setzen „Out of Turn“ und das Passen „Out of Turn“. Des Weiteren sollte man seine Karten nicht zeigen bzw. sagen, während eine Hand noch läuft, da auch dies Einfluss auf das Spiel hat. Auch sollte man grundsätzlich nicht übertrieben während eine Hand reden, und schon gar nicht über die Hand selbst. Ein weiterer Spielzug der missbilligt wird, ist der „Slowroll“. Hierbei dreht der Spieler seine Karten, die die bestmögliche Kombination bilden, beim Showdown erst verzögert um, und gibt so den anderen Spielern die Hoffnung, dass ihr Blatt doch das beste Blatt sein könnte.
Grundsätzlich sollte man Respekt vor seinen Mitspielern und dem Dealer haben, da man diesen ja auch umgekehrt erwartet. Ein weiteres absolutes No-Go ist das Beleidigen von Spielern. Nicht nur, dass man sich generell falsch verhält, nein man könnte zum Beispiel die schlechten Spieler, die man aufgrund ihrer Spielweise beleidigt hat, auch vertreiben. Das führt mich zum nächsten Punkt. Man sollte seine Mitspieler nicht belehren. Einmal kann dieses natürlich auch wieder als beleidigend und arrogant angesehen werden, aber andererseits gilt auch hier wieder, dass der Spieler die Lust verlieren könnte und dementsprechend aufsteht und geht. Zu guter Letzt, kann es auch noch passieren, dass sich der Spieler eure Belehrung zu Herzen nimmt und sich auf einmal mehr konzentriert und besser spielt, was natürlich euren Profit mindert. Das exzessive Feiern nach dem Gewinn eines Pots wird ebenfalls missbilligt, besonders, wenn man durch einen Suck Out gewonnen hat, sollte man sich lieber zurückhalten. Umgekehrt sollte man sich auch zusammenreißen, wenn man einen Pot verloren hat und weder die Einrichtung demolieren noch den Dealer wüst beschimpfen. Falls es doch mal zu Regelstreitigkeiten kommen sollte, sollte man sich an die Anweisungen des Casino-Personales, im Notfall, an die des Floormans halten. Als Abschluss ist natürlich auch Trinkgeld im Casino gerne gesehen und meistens auch üblich. Im Zweifelsfalle sollte man sich an 1% des Pots orientieren. Bei besonders hohem Rake kann das Trinkgeld aber auch komplett wegfallen.
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