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Das Fundament des Pokern


Beim Pokern gibt es einen Grundsatz oder eine Regel, die, die Entscheidungen, die man trifft, sei es das man setzt, checkt, oder aber auch foldet, bewertet:

„Man begeht jedes Mal einen Fehler, wenn man seine Hand in einer anderen Art und Weise spielt, als man sie gespielt hätte, wenn man die Karten des Gegners gekannt hätte. Auf der anderen Seite spielt man grundsätzlich korrekt, wenn man seine Hand so spielt, wie man sie gespielt hätte, wenn man die Karten des Gegners gekannt hätte.“

Das gleiche Prinzip gilt natürlich umgekehrt auch für den Gegner und sein Spiel, der immer dann perfekt spielt, wenn er genauso agiert hätte, wenn er unsere Karten gekannt hätte. Doch was sagt dieses fundamentale Prinzip nun eigentlich aus? Als Erstes wäre es immer besser die Karten des Gegners zu kennen, da man in diesem Fall den Gegner ausspielen könnte, und perfekt auf seine Karten reagieren könnte. Da dies aber nur sehr selten, bis gar nicht, der Fall ist, dass man die Karten seines Gegners kennt, muss man seine Entscheidungen abwägen und die Aktion wählen, die am ehesten zu den Karten des Gegners passt. Allerdings hat auch dieses Prinzip einige Schwächen und man sollte sich diese bewusst machen. Halten wir zum Beispiel KK werden wir wenn möglich so gut wie immer versuchen all unser Geld bereits vor dem Flop in die Mitte zu kriegen. Wenn wir nun wüssten, dass unser Gegner AA hält, würden wir nach dem Prinzip einen Fehler begehen, da wir nun folden würden. Deswegen sollte man aber nicht grundsätzlich KK vor dem Flop folden. Es ist einfach Pech, ein sogenanntes Setup, also eine Situation, in der beide Spieler jedes Mal so spielen würden, und die Spielweise in den meisten Fällen auch richtig wäre.In diesem Sinne wäre ein All-In hier keineswegs ein Spielfehler, der sie auf Dauer viel Geld kosten würde. Nein, im Gegenteil, eine Hand wie KK wird sehr oft Profit erzielen, wenn sie gegen schwächere Hände antritt. Das fundamentale Prinzip ist daher nicht in jeder speziellen Situation anwendbar, sondern sollte eher als Leitmotiv dienen und langfristig nie aus den Augen verloren werden. Wenn man sich nämlich langfristig dem Spiel annähert, dass man auch gespielt hätte, wenn man die Karten des Gegners gekannt hätte, wird man definitiv Gewinn machen.

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