Stop and Go / Stop'n'Go Play
Der Spielzug des Stop and Go oder kurz Stop'n'Go kann sowohl im Cashgame als auch im Turnier eingesetzt werden, wobei er besonders bei letzterem für Shortstacks sehr nützlich sein kann. Doch was ist ein Stop and Go? Generell bezeichnet diese Taktik eine verzögerte Bet, meistens ein All-In, in dem man vor dem Flop eine Erhöhung nur callt anstatt darüber zu gehen, wie gesagt meistens All-In, und dann auf dem Flop, egal welche Karten umgedreht werden, eine Bet abzufeuern. Besonders wenn man keine Position hat ist dieser Spielzug sinnvoll und nützlich. Ich werde nun auf die Vorteile, als auch auf die Nachteile dieses Moves eingehen und zum Schluss ein überraschendes Beispiel präsentieren.
Wie bereits erwähnt lässt sich dieser Move auch im Cashgame durchführen, besonders wenn jemand vom Button oder Cutoff versucht ihren Blind zu stehlen. Gute Spieler erwarten hier oft einen Resteal in Form eines Reraises, das sie, ins Besondere bei deepen Stacks, häufig profitabel callen können. Auf der anderen Seite erlaubt ihnen das Stop and Go jeden Flop an zuspielen und dem Gegner somit einen kleineren Anreiz zu geben diese Bet zu callen. Das Stop and Go Play macht sich nämlich die Tatsache zu Nutze, dass ein Spieler nur in jedem dritten Fall den Flop trifft. Hierin liegt auch der große Vorteil des Stop and Gos, da man viele Gegner auf dem Flop zum Folden kriegt. Gerade bei Turnieren, und im Speziellen wenn man Shortstack ist, kann diese Tatsache sehr nützlich sein. Hat man beispielsweise nur noch einen sehr kleinen Stack und sieht sich einem Raise gegenüber, so kann man davon ausgehen, dass ein Reraise All-In aufgrund der Odds oftmals gecallt wird, während auf der anderen Seite ein verpasster Flop oft Wunder wirkt, und Gegner trotz hervorragender Odds, und der Tatsache, dass wir den Flop ja auch nur jedes dritte Mal treffen, zum Folden bewegt.
Ich habe schon Spieler gesehen, die bei Blinds von 100/200 und 500 Chips im Pot auf eine All-In Bet von 30 Chips gefoldet haben. Auf der anderen Seite kann natürlich auch ihr Gegner den Flop treffen und sie dann callen, allerdings hätte er das dann auch vor dem Flop schon getan. Ganz selten gibt es Fälle, in denen der Gegner vor dem Flop auf ein All-In hin doch noch gefoldet hätte, nun aber auf dem Flop etwas getroffen hat und dementsprechend callt.
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